Donnerstag • 21. September
Film-Kritik
18. April 2017

Messias im Wartestand

Kaum eine andere historische Person schaffte es so oft auf die Kinoleinwand wie Jesus Christus. Der Film „40 Tage in der Wüste“ zeigt nun eine bisher unbeleuchtete Episode. Von idea-Reporter Karsten Huhn.

Das Licht ist grell, Schatten ist rar. Garstige Winde blasen einem Sand ins Gesicht, der Staub klebt in der Kleidung fest. Am Tag kämpft Jeshua (Ewan McGregor) mit der Hitze, nachts liegt er wach, geplagt von Kälte und Alpträumen. Und immer wieder erscheint ihm der Satan wie eine Fata Morgana (als Spiegelbild ebenfalls von Ewan McGregor dargestellt). Der Satan flüstert ihm Unsinn ein, säuselt, witzelt und droht, macht ihm Gott madig, kommt und verschwindet, wie er will. Jeshua hört ihm zu und antwortet, wenn überhaupt, nur einsilbig.

Jeshua lernt eine Familie kennen, die Mutter todkrank, der Sohn freiheitsdurstig, der Vater mürrisch. Der Vater möchte, dass der Sohn bei ih...

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