Montag • 22. Mai
Interview
17. Mai 2017

Integration: „Die Lebenslügen der Vergangenheit kommen verstärkt heraus“

In den vergangenen zwei Jahren kamen rund 1,2 Millionen Flüchtlinge nach Deutschland. Nicht immer verlief alles reibungslos. Häufig wurde etwa über Konflikte zwischen Muslimen und Christen in deutschen Flüchtlingsunterkünften berichtet. Auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge steht in der Kritik. Dazu ein Interview der idea-Redaktionsleiterin Daniela Städter mit dem Vorsitzenden des Stephanuskreises, dem CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Heribert Hirte, und dem Politik-Beauftragten der Deutschen Evangelischen Allianz, Uwe Heimowski (Berlin).

idea: 2016 wurde häufig über religiöse Konflikte zwischen Muslimen und Christen in deutschen Flüchtlingsunterkünften berichtet. Hat sich die Situation mittlerweile verbessert?

Hirte: Ich habe den Eindruck, dass es sich insgesamt beruhigt hat. Das liegt vor allem an der geringeren Zahl der ankommenden Flüchtlinge. Mittlerweile sind die meisten Asylbewerber dezentral untergebracht. Auch die Debatte um eine getrennte Unterbringung von Christen und Muslimen ist deswegen abgeebbt.

Heimowski: Aber damit ist der eigentliche Konflikt ja nicht gelöst. Ein junger Muslim in Gera erzählte mir, dass er von einer Helfe...

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