Dokumentation

Hilfreiche Klärung – wenigstens teilweise

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Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Gnadauer Verbandes hat am 19.2.2016 die Erklärung „Gottes Wort vertrauen – Barmherzigkeit leben“ beschlossen. Darin lesen wir drei hilfreiche Klarstellungen:Erstens: „Der Trausegen ist ein einzigartiger Segen für die eheliche Gemeinschaft von Mann und Frau. Er kann darum nicht auf eine andere Lebensform übertragen werden.“Zweitens, dass im Gnadauer  Gemeinschaftsverband „Menschen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, weder in den Verkündigungsdienst noch in Leitungsaufgaben“ berufen werden. Drittens: „Menschen, die nicht in einer Ehe leben, sind unabhängig von Geschlecht und Alter zur Enthaltsamkeit aufgerufen, zu der Gott ‚Wollen und Vollbringen‘ schenken kann.“Ich bin dankbar für die Klärungen, lese aber zugleich mit Verwunderung: „Wir nehmen jedoch eine Spannung wahr zwischen dem biblischen Befund und dem Leben in einer homosexuellen Beziehung.“ Da besteht aber nicht nur eine Spannung, sondern offensichtlich ein Widerspruch.  Selbst auf der Basis verschiedener Bibelverständnisse lassen sich biblische  Aussagen über den Willen Gottes und eine homosexuelle Praxis nicht in Einklang bringen. Mit Traurigkeit nehme ich die Zustandsbeschreibung für den Gnadauer Verband zur Kenntnis: „Gleichwohl gibt es einige unter uns, die an dieser Stelle eine andere exegetische Einsicht haben oder die aus dem gleichen exegetischen Befund andere Schlussfolgerungen ziehen.“ Welchen Wert haben dann aber die oben genannten Klarstellungen? So wird, wie wir es in den evangelischen Kirchen leider gewohnt sind, das Vertrauen in die Klarheit und Gültigkeit der Heiligen Schrift durch den relativierenden Verweis auf verschiedene Meinungen verschiedener Schriftgelehrter untergraben. Zur Orientierung für die Gemeinden in den gegenwärtigen theologischen und ethischen Auseinandersetzungen habe ich mir von „Gnadau“ mehr Klarheit gewünscht. Das Netzwerk Bibel und Bekenntnis will diese Klarheit fördern. Das ist offensichtlich nötig.Ulrich Parzany, Vorsitzender des Netzwerks Bibel und Bekenntnis

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