Mittwoch • 29. März
Bericht
15. März 2017

Du kannst ja wieder lächeln

Über 600.000 Bürger aus Syrien sind seit 2014 nach Deutschland geflüchtet. Auch das christliche Ehepaar Waad und Razek. Ihre Heimatstadt Aleppo wurde im Bürgerkrieg stark zerstört. Die beiden Mediziner wollen in Deutschland als Ärzte arbeiten. Doch dafür müssen sie einige Hürden überwinden. Pastorin Luitgardis Parasie aus Langenholtensen bei Northeim hat sich mit der Familie angefreundet. Für idea berichtet sie über die Alltagsschwierigkeiten.

SMS von meiner syrischen Freundin Waad: „Ich brauche deine Hilfe. Jan konnte heute früh plötzlich nicht mehr laufen. Ich muss in die Kinderklinik nach Göttingen zum Röntgen. Kannst du mich hinfahren?“ Jan ist Waads 15 Monate alter Sohn. Ich fahre zu ihnen. Wohnung in einem Northeimer Altbau, dritter Stock. Enges Treppenhaus ohne Fahrstuhl. Hier schleppt Waad mehrmals am Tag den Kleinen und alle Einkäufe hoch, die 4-jährige Tochter Mary im Schlepptau. Waad öffnet mir, Jan auf dem Arm. Der Schreck steht ihr ins Gesicht geschrieben. Sie stellt das Kind auf den Boden, aber mit dem rechten Bein kann er nicht auftreten, schreit jämmerlich.

Das Vaterunser auf Deutsch-Arabi...

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