Dienstag • 23. Mai
Bericht
16. März 2017

Der heiße Draht der Hoffnung

Für viele Menschen mit Problemen ist sie die wichtigste Anlaufstelle: die Telefonseelsorge. 1,8 Millionen Mal wurde das Angebot der evangelischen und katholischen Kirche allein 2016 in Anspruch genommen. idea-Redakteur Matthias Pankau stellt es vor.

Ein Telefonat ist Ruth Belzner noch genau in Erinnerung. Es liegt Jahrzehnte zurück. Sie studierte damals in München und arbeitete nebenher ehrenamtlich bei der örtlichen Telefonseelsorge. „Es war Sonntagnachmittag, und ich hatte ein junges Mädchen in der Leitung. Es hatte bereits einen gescheiterten Suizidversuch hinter sich und saß im Rollstuhl.“ Mit ruhiger Stimme habe es ihr erzählt, dass sie sich an diesem Abend das Leben nehmen werde, erinnert sich Ruth Belzner. Zwei Tage später erfuhr sie aus der Zeitung, dass die Anruferin ihre Ankündigung wahrgemacht hatte. Das habe sie geschockt, so Belzner. „Es gibt Situationen, in denen man jemanden nicht mehr erreicht....

ANZEIGE
Diese Woche lesen Sie
  • Weltausstellung Reformation Eine protestantische Leistungsschau
  • Pro und Kontra Sollte man zum Kirchentag gehen?
  • Hirschhausen Kommt ein Kabarettist zu Luther
  • Fall Trump Hier irrten sich viele Evangelikale in den USA
  • Religionsfreiheit Wie viel Freiheit braucht der Glaube?
  • mehr ...
ANZEIGE