Donnerstag • 11. Februar
Gründete CDL und „Ja zum Leben“
22. Januar 2016

Lebensrechtlerin Johanna Gräfin von Westphalen gestorben

Die christliche Lebensrechtlerin Johanna Gräfin von Westphalen. Foto: idea/Ottmar
Die christliche Lebensrechtlerin Johanna Gräfin von Westphalen. Foto: idea/Ottmar

Meschede (idea) – Die christliche Lebensrechtlerin Johanna Gräfin von Westphalen (Meschede) ist am 21. Januar im Alter von 79 Jahren gestorben. Die sechsfache Mutter wurde 1985 zur ersten Vorsitzenden der von ihr mitbegründeten „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) gewählt. 17 Jahre habe sie diese Verantwortung unermüdlich durch viele Kontroversen getragen, heißt es in einem Nachruf der CDL. Sie habe neben hohem Respekt und Anerkennung auch viel Kritik und vehemente Ablehnung in Politik, Kirche und Gesellschaft erfahren. Bis zuletzt hat sich die Gräfin laut der jetzigen CDL-Vorsitzenden Mechthild Löhr (Glashütten/Taunus) an vorderster Stelle für das Lebensrecht ungeborener Kinder eingesetzt. Sie habe Abtreibung immer als Verletzung der Menschenwürde bezeichnet und schon vor Jahrzehnten vor den weitreichenden Folgen für Familie und Gesellschaft gewarnt. Die Katholikin war auch Gründerin und Vorsitzende der Stiftung „Ja zum Leben“ (Meschede), die Schwangeren in Not hilft. Mit dem von der Stiftung vergebenen Preis wurden auch Lebensrechtler in der evangelikalen Bewegung ausgezeichnet. Die Gräfin, die dem CDU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen angehörte, engagierte sich darüber hinaus auch in der Schulpolitik, der katholischen Elternschaft Deutschlands, im katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ und der kirchlichen Sozialarbeit. Für ihren Einsatz erhielt sie das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Ihr Großonkel war Kardinal Clemens August Graf von Galen (1878-1946), der im 3. Reich öffentlich gegen die Tötung sogenannten „lebensunwerten Lebens“ auftrat.

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