Samstag • 22. Juli
Christliche Polizeivereinigung
07. Juli 2017

Erschreckende linksradikale Gewalt

Mindestens 111 Polizeibeamte wurden bei den Ausschreitungen Linksradikaler verletzt. Foto: picture-alliance/Axel Heimken/dpa
Mindestens 111 Polizeibeamte wurden bei den Ausschreitungen Linksradikaler verletzt. Foto: picture-alliance/Axel Heimken/dpa

Hamburg (idea) – Das Ausmaß der von Linksradikalen ausgeübten Gewalt beim G20-Gipfel in Hamburg ist erschreckend hoch. Das sagte der Vorsitzende der Christlichen Polizeivereinigung (CPV), Kriminalhauptkommissar Holger Clas (Hamburg), im Gespräch mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Viele der rund 8.000 angereisten Linksradikalen gingen äußerst gewaltsam vor und griffen auch Polizisten brutal an: „Das ist für uns eine große Belastung.“ Clas nahm auch Stellung zur Demonstration am Abend des 6. Juli unter dem Motto „Welcome to Hell“ („Willkommen in der Hölle“) mit 12.000 Teilnehmern, darunter rund 1.000 vermummten Linksextremisten. Als sie der Forderung der Polizei, ihre Maskierungen abzulegen, nicht folgten, kam es zu schweren Auseinandersetzungen. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern sowie mit Latten angegriffen. Sie setzte Wasserwerfer sowie Pfefferspray ein.

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Clas: Wir setzen geltendes Recht durch

Die Veranstalter und mehrere Medienbeobachter warfen der Polizei daraufhin ein unverhältnismäßiges Vorgehen vor. Die Kritik kann Clas nicht nachvollziehen: „Meine persönliche Wahrnehmung ist eine andere. Die Polizei hat vorher angekündigt, dass sie geltendes Recht durchsetzen wird, und genau das hat sie auch getan.“ Der Name der Veranstaltung – „Willkommen in der Hölle“ – sei Programm: „Die Leute, die dort auftreten, suchen die Konfrontation und die Gewalt.“ In der Nacht setzten Linksradikale Barrikaden und geparkte Autos in Brand, beschädigten ferner Ampeln, Banken, Geschäftshäuser und das Amtsgericht Altona. Laut der Polizeipressestelle wurde zudem ein Polizeihubschrauber mit einer Leuchtrakete beschossen. Die Fensterscheiben der Polizeiaußenstelle in Hamburg-Horn wurden mit Steinen eingeworfen, ein mit Beamten besetzter Funkstreifenwagen der Bundespolizei angegriffen und Fensterscheiben zerstört. Mindestens 111 Polizeibeamte wurden verletzt. Insgesamt sind rund 20.000 Polizisten aus ganz Deutschland im Einsatz. Das seien aber noch zu wenige, sagte Clas. Beim G20-Gipfel kommen die Staats- und Regierungschefs der stärksten Industrienationen und der wichtigsten Schwellenländer zusammen. Zu den wichtigsten Themen zählen Klimaschutz und Freihandel sowie der Kampf gegen den Terrorismus. Zum ersten Mal begegnen sich zudem der US-Präsident Donald Trump und der russische Präsident Wladimir Putin. In den G20-Staaten leben etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung. Zusammen erwirtschaften sie rund 80 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts.

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