Wenn Gott der Chef im Unternehmen ist
Düsseldorf (idea) – Von vielen US-amerikanischen Unternehmern kann man lernen, wie sich modernes Management und die Kraft der christlichen Botschaft ergänzen. Dieser Ansicht ist der evangelikale Unternehmer Prof. Jörg Knoblauch (Giengen bei Ulm).
Er bietet jährlich Studienreisen zu US-Betrieben an, deren Chefs nach dem Motto arbeiten „Jede Firma sollte eine Plattform für das Evangelium sein, jeder Geschäftsführer ein Verkündiger des Evangeliums“. Diese Unternehmer hätten eine Experimentierfreude, die viele neue evangelistische Programm am Arbeitsplatz entstehen lasse, sagte Knoblauch in einem Interview mit der Zeitschrift „Charisma“ (Düsseldorf). Besonders beeindruckten ihn die rund 12.000 Betriebsseelsorger in den USA, die „Chaplains“. Sie kümmerten sich um das Wohl der Mitarbeiter und deren Familien. In den Firmen habe sich herumgesprochen, „dass derart betreute Mitarbeiter motivierter, zufriedener und sinnerfüllter ihre Arbeit tun“. Dass dabei auch Menschen zum lebendigen Glauben an Jesus Christus fänden, mache die Sache noch spannender, so Knoblauch.
Wenn der Chef und die Mitarbeiter über Werte reden
Er lobte auch das Programm „Character first“ (Charakter zuerst) in US-Firmen. Dabei lade der Chef die Belegschaft einmal pro Woche ein. In einem 45-minütigen Programm werde jeweils ein Wert des Unternehmens thematisiert. Zu Werten wie Höflichkeit, Ehrlichkeit und Vertrauen gebe es hervorragend ausgearbeitete Materialien, die dann gemeinsam durchgearbeitet würden. In solchen Unternehmen habe der Chef das Selbstverständnis, „dass er nur der Verwalter des Betriebs, Gott aber der eigentliche Inhaber ist“. Knoblauch ist stellvertretender Vorsitzender des Kongresses christlicher Führungskräfte. Nach seinen Angaben wird es beim nächsten Kongress vom 17. bis 19. Januar 2013 in Leipzig Vorträge, Seminare und Foren geben, bei denen das Thema „Christsein am Arbeitsplatz“ aufgegriffen wird. Veranstalter des Treffens ist die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) in Zusammenarbeit mit der Firma tempus Akademie & Consulting (Giengen), deren geschäftsführender Gesellschafter Knoblauch ist. Er nannte es in dem Interview beeindruckend, dass es in Deutschland mehr als 1.200 Gebetskreise in Betrieben gebe.
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