Militärbischof begrüßt Afghanistan-Beschluss des Bundestags

Der Evangelische Militärbischof Martin Dutzmann: Klare Perspektive für Truppenabzug 2014 ist sinnvoll. Foto: idea/kairospress
Berlin (idea) – Der Evangelische Militärbischof Martin Dutzmann (Detmold) hat den Afghanistan-Beschluss des Bundestags begrüßt.
Das Parlament verlängerte am 26. Januar das Mandat für den Bundeswehreinsatz am Hindukusch bis zum 31. Januar 2013 und stellte zugleich die Weichen für den Abzug der deutschen Truppen 2014. Zugleich verringert sich die Obergrenze der in Afghanistan einsetzbaren Soldaten erstmals um 450 auf 4.900. Die Verlängerung des Mandats sei „notwendig, aber auch die klare Zielperspektive ist sinnvoll und hilfreich“, erklärte Dutzmann. Mit dem Beschluss handele Deutschland im Einklang mit seinen Verbündeten. Die Internationale Gemeinschaft erkenne die Notwendigkeit an, „dass die afghanische Nation die Verantwortung für ihre Sicherheit selbst übernimmt und auch dadurch ihren Platz als souveränes, gleichberechtigtes Mitglied dieser Gemeinschaft einnimmt“. Für die deutschen Soldaten bedeute der Beschluss zunächst eine Fortsetzung der besonderen Belastungen. „Das näher rückende Abzugsdatum schärft den Blick für das, was erreicht wurde, aber auch für die verbleibenden Herausforderungen und Nöte“, so der Militärbischof. Die Soldaten und ihre Familien hätten jetzt eine Antwort auf die Frage, wie lange die Anspannung noch andauern soll. Die Militärseelsorge wisse sich ihnen verbunden und werde sie in dieser Situation begleiten. Dutzmann betet nach eigenen Angaben dafür, dass sich Afghanistan zu einem Land entwickelt, „das in Frieden leben kann, von dem Frieden ausgeht und das seinen Bürgerinnen und Bürgern gute Lebensperspektiven bietet“. Den deutschen Bundeswehrangehörigen wünsche er, „dass sie am Ende dieses Mandats sehen können, dass ihr Einsatz sinnvoll war – und vor allem eine sichere Heimkehr und Gottes Bewahrung“.
Wenn Sie diesen Beitrag im Forum kommentieren möchten, dann schicken Sie eine E-Mail mit der Überschrift an: bernhard.limberg@idea.de.


