Mappus will nicht an Zuschüssen für Kirchen rütteln
Stuttgart (idea) – Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus will nicht an staatlichen Zuschüssen für die Kirchen rütteln lassen.
Das betonte der CDU-Politiker beim Jahresempfang der Landeskirchen von Baden und Württemberg am 30. November in Stuttgart. Der Staat habe sich zur Entschädigung für enteignetes Kircheneigentum verpflichtet. Außerdem kämen die Staatsleistungen der Allgemeinheit zugute, da die Kirchen sie auch für soziale Zwecke einsetzten. Sie erhalten in diesem Jahr von den Bundesländern etwa 460 Millionen Euro. Diese durch Staatskirchenverträge geregelten „Dotationen“ basieren auf Entschädigungen für Enteignungen Anfang des 19. Jahrhunderts. Vor allem FDP-Politiker hatten in den letzten Monaten für eine Kürzung dieser Leistungen plädiert.
Kirchen sollen Halt und Orientierung bieten
An die Kirchen appellierte der Ministerpräsident, gerade in Zeiten rascher Veränderungen den Menschen Halt und Orientierung zu geben. Landtagspräsident Peter Straub (CDU) wünschte den Kirchen, den Glauben „verständlich, lebensnah und einfühlsam“ zu vermitteln. Ihre Aufgabe sei es, „die seelischen und materiellen Nöte der Menschen aufzunehmen und trotz des drängenden Gewichts vieler wirtschaftlicher Probleme den optimistischen Geist der Frohen Botschaft nachhaltig rüberzubringen“.
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