ERF-Hörfunkchef an die Spitze eines Radiodachverbands gewählt

Andreas Odrich (Foto) löst Tobias Glawion bei Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk ab. Foto: PR
Kassel (idea) - Andreas Odrich (Wetzlar), Leiter der Radioredaktion von ERF Medien (früher Evangeliums-Rundfunk), ist neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Rundfunk (aer).
Der 52-Jährige ist Nachfolger von Tobias Glawion (Hannover), Chefredakteur des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachen (ekn). Wie ERF Medien am 29. Februar mitteilte, wurde Odrich von der aer-Mitgliederversammlung in Kassel für zwei Jahre gewählt. Seine Stellvertreter sind der Chefredakteur der Privatfunkagentur der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Andreas Fauth (Frankfurt am Main), sowie Glawion. In der aer sind 15 evangelische Redaktionen vertreten, die den privaten Rundfunksendern in ihren Gebieten Verkündigungssendungen sowie aktuelle Beiträge zu sozialen, gesellschaftlichen und kirchlichen Themen liefern. Sie erreichen wöchentlich bis zu 25 Millionen Hörer im gesamten Bundesgebiet. Außerdem betreibt die aer das „heavenraDIO“ (www.heavenradio.net). Zu den Mitgliedern zählen auch Radio Paradiso (Berlin), die Hörfunkagentur der Evangelisch-methodistischen Kirche „Radio M“ und ERF Medien mit drei Radio-Vollprogrammen.
Keine klerikale Werbeagentur
Wie Odrich sagte , komme dem privaten Hörfunk auch in Zeiten der sozialen Internet-Netzwerke eine große Bedeutung zu: „In vielen Fällen ist er die einzige Nahtstelle der Kirche zu den Menschen.“ Die Kirche erreiche über dieses Medium zum einen ihre gemeindefernen Mitglieder, zum anderen aber auch Konfessionslose. Kirche im Privatfunk sei aber kein „Betriebsfunk“. Die kirchlichen Agenturen würden von vielen Sendern als verlässliche Partner geschätzt. Sie zeigten täglich, dass es möglich sei, christliche Werte ohne erhobenen Zeigefinger zu vermitteln. Odrich: „Kirche im Privatfunk schaut den Menschen auf’s Maul, so wie es der Reformator Martin Luther gefordert hat, ohne ihnen nach dem Mund zu reden.“ Dennoch sei Kirche im Privatfunk keine klerikale Werbeagentur. Die aer-Mitglieder agierten unabhängig und verstünden sich als Partner der Kirchen.
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