Schavan: Ohne Christen wäre Deutschland nicht, was es ist

Die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Bundesbildungsministerin Annette Schavan. Foto: idea/Kretschel
Ulm (idea) – Ohne das Wirken von Christen in Politik und Gesellschaft wäre Deutschland nicht das, was es ist.
Das sagte die stellvertretende Bundesvorsitzende der CDU, Bundesbildungsministerin Annette Schavan (Berlin), bei einem Empfang des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) auf der EKD-Synode am 26. Oktober in Ulm. „Auch die Politik in Deutschland wäre in den letzten 60 Jahren ohne Christen anders verlaufen“, erklärte die Ministerin. Sie ermutigte die Kirche dazu, sich auch weiterhin drängenden gesellschaftlichen Themen zu widmen. Gerade in Zeiten des Umbruchs dürften Antworten auf Probleme nicht nur in Parlamenten gefunden werden, sagte die Katholikin und verwies auf die gegenwärtige Finanz- und Wirtschaftskrise.
Huber „überzeugendes Gesicht des Protestantismus“
Der Bundesvorsitzende des EAK, der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel, dankte dem scheidenden EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Wolfgang Huber (Berlin), für dessen „erfolgreiche Arbeit“ während seiner sechsjährigen Amtszeit. Er würdigte Huber als „überzeugendes Gesicht des deutschen Protestantismus“. Als EKD-Ratsvorsitzender habe er zukunftsweisende Impulse für die evangelische Kirche gegeben. Gottesdienst und Predigt hätten ihm ebenso am Herzen gelegen wie die Themen Frieden und Gerechtigkeit, die Situation alleinerziehender Mütter oder das Schicksal von Hartz IV-Empfängern. „Sie haben evangelische Christen gefordert und gefördert. Nicht jeder hat das sofort erkannt“, so Rachel. Der 67-jährige Huber tritt aus Altersgründen nicht mehr für die Wahl des neuen Rates der EKD am 27. Oktober in Ulm an.
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