27. Oktober 2009

Mission: Vom Streitbegriff zum Leitbegriff

AMD-Generalsekretär: Wichtig ist missionarische Mentalität. Foto: idea/Kretschel

Ulm (idea) – Mission ist in weiten Teilen der Kirche vom Streitbegriff zum Leitbegriff geworden. Das erklärt der Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) im Diakonischen Werk der EKD, Erhard Berneburg (Hannover), in seinem Bericht für die EKD-Synode in Ulm.

Allerdings seien für diese Entwicklung zehn Jahre nötig gewesen. Bei der EKD-Synode in Leipzig 1999 hatte die Kirche beschlossen, sich den Themen Mission und Evangelisation neu zu widmen. Inzwischen sei „Leipzig 1999“ ein Markenzeichen, so Berneburg. Im Reformprozess der EKD habe man die Impulse von Leipzig aufgenommen und das Leitbild einer einladenden, missionarisch aktiven und überzeugen wollenden Kirche gezeichnet. Als wichtige Beiträge der EKD zu einem missionarischen Aufbruch würdigte Berneburg unter anderem die Schaffung des Zentrums „Mission in der Region“ und die „Missionarische Bildungsinitiative - Erwachsen glauben“. Diese Projekte trügen dazu bei, Menschen die christliche Botschaft auf einladende Weise nahezubringen. Wichtiger als einzelne Maßnahmen sei aber ein grundsätzlicher Mentalitätswandel. Noch vermisse er in vielen Gemeinden eine missionarische Mentalität, sagte Berneburg.

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