23. Juni 2010

Kirchentag 2011: Ökumene und Gerechtigkeit als Schwerpunkte

Der Bischof der katholischen Diözese Dresden-Meißen, Joachim Reinelt. Foto: PR

Dresden (idea) – Erstmals wird es bei einem Deutschen Evangelischen Kirchentag eine Veranstaltung geben, zu der protestantische und katholische Jugendliche gemeinsam eingeladen werden.

Das nächste Treffen, das vom 1. bis 5. Juni in Dresden stattfindet, biete Konfirmanden und Firmlingen einen „Konfirmlingstag“, teilten die Verantwortlichen am 23. Juni in Dresden mit. Der Bischof der katholischen Diözese Dresden-Meißen, Joachim Reinelt, habe dem Vorhaben zugestimmt. Der evangelische Präsident des Ökumenischen Kirchentages vom Mai in München, Prof. Eckhard Nagel (Bayreuth/Augsburg), kündigte an, dass das Großereignis in Dresden den begonnenen ökumenischen Weg fortsetzen soll. Dabei gehe es nicht mehr nur um das Miteinander von Protestanten und Katholiken, sondern auch um die Gemeinsamkeit mit Orthodoxen, evangelischen Freikirchen, Anglikanern und Altkatholiken. Die Präsidentin des kommenden Kirchentages und Präses der EKD-Synode, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), sagte, das Treffen werde sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Gerechtigkeit befassen. Die Generalsekretärin des Kirchentages, Ellen Ueberschär (Fulda), sieht in ihm eine große Chance für die Christen in Ostdeutschland. Gerade in Dresden, wo nur 20 Prozent der Bevölkerung Mitglied einer Kirche seien, komme es darauf an, die Schätze des Christseins zu zeigen und Skeptiker dort abzuholen, wo sie sich mit sozialen Sorgen in der Stadt und schwierigen kommunalen Zukunftsthemen beschäftigen.

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