Israel: Synagoge aus der Zeit Jesu entdeckt
Migdal (idea) – Archäologen haben in Israel eine rund 2.000 Jahre alte Synagoge bei Migdal, dem biblischen Magdala, am Westufer des Sees Genezareth entdeckt. Sie wurde zwischen 50 v. Chr. und 100 n. Chr. gebaut.
Nach Angaben des evangelischen Neutestamentlers Prof. Rainer Riesner (Dortmund) bezweifeln einige Forscher, dass es zu dieser Zeit bereits Synagogen in Galiläa gegeben habe. Diese Skepsis werde durch den Fund widerlegt. Riesner hält es wie auch die Ausgrabungsleiterin Dina Abschalom-Gorni für möglich, dass Jesus dort predigte. Die Synagoge ist etwa 120 Quadratmeter groß. Das Hauptgebäude wurde offenbar von Säulen getragen und war mit Mosaiken und Fresken geschmückt. Entdeckt wurde die Synagoge beim Bau eines katholischen Pilgerzentrums. Es soll die Erinnerung an eine Nachfolgerin Jesu, die aus Magdala stammende Maria Magdalena, wach halten. Sie war bei der Kreuzigung Jesu Christi dabei; sie sah das leere Grab und begegnete Jesus nach seiner Auferstehung. Auf Wunsch der israelischen Behörden werden die Überreste der Synagoge bewahrt und in den kirchlichen Neubau integriert. Der israelischen Antikenbehörde waren bisher sechs Synagogen aus der Zeit vor der Zerstörung des Jerusalemer Tempels im Jahr 70 bekannt.
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