Greift Israel in den nächsten zwei Jahren den Iran an?

Der ehemalige Berater der israelischen Regierung Raanan Levy vergleicht Ahmadinedschad mit Hitler. Foto: Israel La'ad
Korntal (idea) – Israel wird in den nächsten zwei Jahren den Iran angreifen und dessen Atomreaktoren zerstören. Davon ist der ehemalige Berater der israelischen Regierung Raanan Levy (Rehovot bei Tel Aviv) überzeugt.
Der ehemals enge Mitarbeiter des früheren Ministerpräsidenten Ariel Scharon sprach am 7. März bei einem Israel-Abend in Korntal bei Stuttgart. Dazu hatte das von Levy gegründete Sozialwerk Israel La’ad (Ewiges Israel) zusammen mit der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal, dem Israel-Verein „Feigenbaum“ und mehreren christlichen Organisationen eingeladen. Vor rund 500 Besuchern warf Levy der Weltgemeinschaft vor, die Drohungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gegen Israel tatenlos hinzunehmen. Er verglich den Politiker mit Adolf Hitler, dessen Ankündigung, das Judentum zu vernichten, auch nicht ernst genommen worden sei. Hätte man Hitler bereits 1933 gestoppt, wäre der Welt ein furchtbares Blutbad erspart geblieben, so Levy. Ahmadinedschad habe die Auslöschung Israels zum Staatsziel und ihre Verwirklichung zur religiösen Pflicht erklärt. Mit der Vorstellung, dass muslimische Märtyrer, die für die Ziele des Islam sterben, direkt ins Paradies gelangten, versuche er, die Bevölkerung auf die Konsequenzen eines Krieges vorzubereiten. Das unterscheide Ahmadinedschad von früheren islamischen Führen wie dem Iraker Saddam Hussein (1937-2006) und dem Syrer Hafiz Assad (1930-2000), die keinen kollektiven Selbstmord riskieren wollten, sondern ihre Angriffspläne gegen Israel nach massiven Warnungen aufgegeben hätten.
Appell an christliche Israel-Freunde
Laut Levy ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass der Westen den Iran zum Einlenken bewegen könne. Eher werde der Iran einen vorbeugenden Angriff Israels provozieren und dann gnadenlos zurückschlagen, was weitere israelische Militärschläge hervorrufen werde. Dies werde sich auch auf Europa auswirken, wobei steigende Ölpreise die geringste Konsequenz seien. Die Hauptstädte vieler mit Israel befreundeter Länder sowie bedeutende Ölfelder in der Golfregion lägen in der Reichweite der 600 iranischen Raketen. Levy appellierte an die Israel-Freunde unter den Christen, sich dringend bei ihren Regierungen für mehr Druck auf den Iran einzusetzen, um das Schlimmste zu verhindern. Die Organisation Israel La’ad unterstützt bedürftige äthiopische und russische Einwanderer in Israel.
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