22. Juli 2009

Fidschi: Führende Methodisten festgenommen

Militärregime: Die Kirche ist zu politisch geworden.

Suva (idea) – Auf den Fidschi-Inseln sind sieben führende Vertreter der Evangelisch-methodistischen Kirche festgenommen worden. Sie werden von der Polizei verhört. Wie die britische Rundfunkanstalt BBC berichtet, ist die für August geplante Jährliche Konferenz der größten Kirche in dem Südseestaat der Grund für die Festnahmen.

Die vor drei Jahren durch einen Putsch an die Macht gekommene Militärregierung wolle die Versammlung verbieten. In ihren Augen sei die Kirche zu politisch geworden. Die Junta verlange, dass zwei frühere Präsidenten, die während der Konferenz sprechen sollen, ausgeladen werden. Unter den am 21. und 22. Juli Festgenommenen befinden sich der frühere Kirchenpräsident Manasa Lasaro und der Generalsekretär der Kirche, Tuikila Waqairatu. Die Kirchenmänner würden von den Polizisten gut behandelt, die teilweise selbst Methodisten seien. Die Kirche will die Jährliche Konferenz trotz der staatlichen Intervention abhalten. Von den rund 850.000 Einwohnern des Inselstaates gehört annähernd die Hälfte zur Evangelisch-methodistischen und anderen protestantischen Kirchen. Neun Prozent sind Katholiken, 32 Prozent Hindus und 7 Prozent Muslime. Der Rest gehört anderen Religionen an.

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