26. November 2017

Sabatina James

Verfolgte Ex-Muslima erhält Gerhard-Löwenthal-Preis

Die Journalistin Sabatina James. Foto: Sabatina e.V.
Die Journalistin Sabatina James. Foto: Sabatina e.V.

Berlin (idea) – Als Vorbild für Christen hat der Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian (Höxter), die Journalistin Sabatina James bezeichnet. Sie habe ihr Leben riskiert, um Christin bleiben zu können. Die ehemalige Muslima wuchs in Pakistan auf und kam als Zehnjährige nach Österreich. Als sie mit 18 zum Christentum übertrat, wurde sie von ihrer Familie mit dem Tode bedroht. Trotzdem setzt sie sich, wie Damian weiter berichtete, in Fernsehrunden, Artikeln und Büchern sowie einem nach ihr benannten Hilfswerk für verfolgte Christen ein. Für ihr Engagement erhielt sie am 25. November in Berlin den Gerhard-Löwenthal-Preis für Journalisten. In seiner Laudatio würdigte der Generalbischof, dass die 35-Jährige die „Zwangsislamisierung“ weiter Teile der Welt mit der „Waffe Christi“ bekämpfen wolle: der Feindesliebe. Leider sei die westliche Welt noch weithin taub für die Diskriminierung von Christen durch Islamisten, so Damian.

James: Auch in den Kirchen werden die Unterschiede verwischt

Sabatina James konnte an der Preisverleihung nicht teilnehmen, weil sie – wie es bei dem Festakt vor über 300 Gästen hieß – von radikalen Muslimen verfolgt werde. Da sie in Europa nicht mehr sicher sei, habe sie im Frühjahr den Kontinent verlassen und lebe nun vermutlich in Nordamerika. In einer Videobotschaft äußerte sie: „Wo immer eine islamische Kultur herrscht, hat eine andere keinen Platz mehr.“ Sie beklagte, dass in Medien und Politik noch weithin über die Gewalt geschwiegen werde, die vom Islam ausgehe. Auch in den Kirchen würden die Unterschiede zwischen Mohammed und Jesus verwischt. Die mangelnde Kritik am Islamismus hänge auch damit zusammen, dass beispielsweise Universitäten in den USA von Saudi-Arabien und Kuwait mit Millionen Dollar unterstützt würden. Der erstmals 2004 verliehene Preis ist nach dem früheren Moderator des ZDF-Magazins, Gerhard Löwenthal (1922-2002), benannt. Der in der nationalsozialistischen Zeit verfolgte Jude setzte sich intensiv für Gewissensgefangene in der DDR ein. Der Preis wird verliehen von der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung in Verbindung mit der Wochenzeitung Junge Freiheit und der Witwe Ingeborg Löwenthal. Er ist mit 10.000 Euro dotiert.