02. Februar 2018

Bundeskriminalamt

2017 fast 100 Übergriffe auf Christen

Oft werden Kirchen oder christliche Symbole attackiert. Foto: pixabay.com
Oft werden Kirchen oder christliche Symbole attackiert. Foto: pixabay.com

Wiesbaden (idea) – Das Bundeskriminalamt (BKA/Wiesbaden) hat im vergangenen Jahr fast 100 gewaltsame Übergriffe auf Christen und kirchliche Einrichtungen erfasst. Darunter seien ein mutmaßlicher Mord, neun Körperverletzungen und eine Brandstiftung, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf Erkenntnisse des BKA. In rund einem Viertel der Fälle wurden den Angaben zufolge Kirchen oder christliche Symbole attackiert. Zu mindestens 14 „christenfeindlichen Straftaten“ sei es unter Asylbewerbern und Flüchtlingen gekommen. Der Mordfall ereignete sich in Prien am Chiemsee. Dort hatte ein afghanischer Asylbewerber eine 38-jährige Landsfrau erstochen. Sie war 2009 vom Islam zum Christentum übergetreten. Ihr ältester Sohn und ihre Schwester sind überzeugt, dass das Opfer wegen der Konversion getötet wurde. Der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter hat am 23. Januar vor dem Landgericht Traunstein begonnen. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sagte den Zeitungen zufolge im Blick auf die Straftaten: „Integration in Deutschland bedeutet, ohne Wenn und Aber die christlich-abendländische Wertekultur zu tolerieren.“ Wer hier leben wolle, müsse sich zwingend von einer christenfeindlichen Haltung verabschieden, „sonst ist er in unserem Land schlicht nicht willkommen“.