Württembergische Kirche unterstützt „Christenbus“
Stuttgart/Karlsruhe (idea) – Die württembergische Landeskirche unterstützt den „Christenbus“, der seit dem 30. Mai einen von Atheisten gemieteten Doppeldeckerbus durch Deutschland begleitet. Dieser wirbt für ein Leben ohne Gott. Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart) teilte der christlichen Initiative mit, er freue sich, dass dem „Atheistenbus“ eine positive Antwort gegeben werde.
Er finde es „richtig, dass wir als Christen Gesicht und geduldige Gesprächsbereitschaft in der Gesellschaft zeigen“. Den Mitarbeitern des christlichen Busses wünschte er viele Gespräche und Diskussionen zum Thema „Gott und Glauben". Württembergische Stationen auf der noch bis zum 18. Juni dauernden Tour waren Stuttgart, Tübingen und Ulm. Zuvor besuchte der Bus die badischen Städte Mannheim, Heidelberg und Karlsruhe. Initiator der Kampagne ist das evangelikale Missionswerk „Campus für Christus“ (Giessen). Hinter dem Projekt stehen zahlreiche örtliche Evangelische Allianzen, von denen einige ein Rahmenprogramm organisiert haben.
Dekan: Atheisten mit kindlicher Gottesvorstellung
Die badische Landeskirche veröffentlichte auf ihrer Internetseite ein Interview mit dem Mannheimer Dekan Günter Eitenmüller. Darin kritisierte er die Werbebotschaften des Atheistenbusses „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“ und „Ein erfülltes Leben braucht keinen Glauben“. Dahinter stehe „eine ähnlich kindliche Gottesvorstellung wie bei einigen christlichen Fundamentalisten“, so der Theologe. Die Mehrheit der Deutschen denke anders. Die meisten Menschen, die die Kirche kritisch sähen, seien weit davon entfernt, sich selbst als Atheisten zu begreifen. Eitenmüller steht dem Bildungs- und Diakonieausschuss der badischen Synode vor.
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