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03.08.2009

Atheisten: Buskampagne erreicht bis zu 20 Millionen Bürger

Mitinitiator und Journalist Carsten Frerk bezeichnet Christen als intolerant und selbstgerecht. Foto: Studio Evelin Frerk

Berlin (idea) – Die Veranstalter der atheistischen Buskampagne in Deutschland werten ihre Aktion vor allem als Medienerfolg. Nach Schätzungen einer Fachagentur habe die Kampagne über die Medien zwischen 15 und 20 Millionen Bürger erreicht, schreibt einer der Initiatoren, der Journalist Carsten Frerk (Berlin), im Magazin des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten.

Vom 30. Mai bis 18. Juni war ein Bus mit der Aufschrift „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“ durch Deutschland gefahren, um für ein Leben ohne Gott zu werben. Ein Doppeldecker des evangelikalen Missionswerks „Campus für Christus“ (Gießen) folgte den Atheisten und regte mit dem Satz „Und wenn es ihn doch gibt…“ zum Nachdenken über den christlichen Glauben an. Wie Frerk schreibt, sei die ständige Begleitung des „Gott-kennen.de“-Busses für die Medienberichterstattung von Vorteil gewesen, „da schon allein dieses Nebeneinander Thema war“. Den Christen, denen er in diesen Wochen begegnet sei, warf der 63-Jährige eine „arglose Selbstgerechtigkeit“ vor, die ihn überrascht habe. „Da war keinerlei Facette einer Selbstkritik oder der Ansatz eines Bewusstseins oder einer Toleranz, dass Nicht-Religiöse auch normale Leute sind.“ Er habe den Eindruck, dass die Bevölkerung in Deutschland insgesamt gesehen gegenüber Nicht-Religiösen toleranter sei, als es Politiker, Kirchenvertreter und Theoretiker vermuten ließen. Andererseits hätten viele Beispiele die „immer noch vorhandene Intoleranz mancher Christen gezeigt“. Er sei der Ansicht, „dass es auch in Deutschland mehr ,fundamentalistisch’ orientierte Christen gibt, als ich es vor der Fahrt angenommen hätte“.

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