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18.06.2009

19. Tag – Dresden, 17. Juni

Fernsehinterview vor der Dresdner Frauenkirche.

11.30 Uhr. Treffpunkt Theresienstraße, Dresden-Neustadt. Christen aus verschiedenen Gemeinden steigen in unseren Bus. Eine Glaubensschwester ist bepackt mit Kuchen, Kaffee und einem Stapel City-NT`s (Neues Testament mit Dresden-Cover). Wir fahren in Richtung Altmarkt. Dort steht schon der Atheistenbus. Von der Dresdner Morgenpost kommt Dana Peter und will ein Gespräch mit Tino, unserem Busfahrer. Er sei doch kein Christ „und das macht die ganze Geschichte richtig spannend“, sagt sie. Schnell werden ein paar Fotos gemacht, doch zum Interview kommt es erst einmal nicht. Tino will unbedingt eine Stadtrundfahrt mit den Atheisten erleben. So steigt er in den roten Doppeldecker und geht gemeinsam mit Freunden aus dem Christenbus-Team auf atheistische Fahrt. Inzwischen haben sich zwei Polizeibeamte am C-Bus eingefunden, weil er schon eine Stunde im Parkverbot steht. Als ich ihnen sage, dass unser Busfahrer im anderen Bus sitzt, können sie sich das Lachen nicht verkneifen. So plaudern wir mit den freundlichen Weißmützen über Gott und die Welt. Auch ihnen geben wir die Telefonnummer Gottes 5015 (Psalm 50,15), die über die Bustour inzwischen deutschlandweit bekannt geworden ist. Ein Mann, der eine GOTTkennen-Karte von einer unserer Mitarbeiterinnen in die Hand bekommt, spricht: Aber junge Frau, ich lebe doch im 21. Jahrhundert!“ Darauf sie: „Ja prima, ich auch!“

13.15 Uhr. Wir müssen mit unserem Bus weg vom verbotenen Standort. Dafür machen Studenten mobil auf dem Dresdner Altmarkt. Sie demonstrieren gegen eine „Verschulung des Studiums“.  Ein Student fragt Daniel aus der Dresdner Baptistengemeinde, ob er mehr von diesen GOTTkennen-Karten bekommen kann. Er sagt, dass der Atheistenbus doch reine „Volksverhetzung“ sei,  nimmt einen Stapel Missions-Karten und legt sie mitten auf den Info-Tisch der Atheisten. Immer mehr Christen kommen zum Altmarkt, um uns zu helfen: EFG`ler, Mennoniten, Landeskirchler und andere. Eine ältere Frau bringt Kaffee und eine Torte mit frischen Erdbeeren. Ein Ehepaar aus Bonn, das über ideaSpektrum von der Busaktion erfahren hat, will mehr erfahren, wie Christen und Atheisten miteinander umgehen.

14.00 Uhr. Der A-Bus kommt von der Stadtrundfahrt zurück. Veronika, sie gehört zum C-Bus-Team, erzählt: Carsten Frerk habe betont, dass deshalb die Buskampagne gestartet worden sei, weil „es keine Religionsfreiheit für Nichtreligiöse gibt“. Sein Aufruf: „Seien Sie freundlich zu Atheisten. Sie haben nur dieses Leben“ und „Verlieben Sie sich in einen Atheisten. Er hat ja sonst nichts, was er verehren kann.“ Interessant sei gewesen, dass Frerk bei seiner Stadtführung überwiegend Sehenswürdigkeiten mit christlichem und jüdischem Hintergrund erwähnt hat. Erst gestern hat er sich in einem ERF-Interview lobend über das Christenteam geäußert. Wir fahren zum Fototermin mitten auf den Platz vor der Frauenkirche, stellen unseren Info-Tisch auf und suchen Kontakte. Reporterin Anna Funck vom MDR Fernsehen sucht mit ihrem Kamerateam noch für den Sachsenspiegel heute Abend Leute, die echt sächsische Wörter kennen oder eine Mundart beherrschen. Und ruckzuck sind wir wieder im Fernsehen. Wir verabschieden uns aus Dresden und machen uns auf den Weg zur abschließenden Pressekonferenz, die morgen am Brandenburger Tor in Berlin stattfinden soll.

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