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Wie sexueller Missbrauch in der Kirche gedeihen konnte

Sexuellen Missbrauch in der Kirche gab und gibt es nicht nur im katholischen Milieu, sondern auch im Protestantismus. Den Zölibat dafür verantwortlich zu machen, greift daher viel zu kurz. Überdeutlich zeigen dies die Vorgänge in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde von Ahrensburg bei Hamburg. Dort soll sich vor rund 30 Jahren ein verheirateter Pastor an seinen fünf Stiefsöhnen und einer Jugendlichen vergangen haben. Sein Kollege schwieg nicht nur, sondern steht auch selbst im Verdacht des sexuellen Missbrauchs. Jahrzehntelang wurde verschwiegen und wohl auch vertuscht – allerdings nicht von Bischöfin Maria Jepsen, die wegen solcher Vorwürfe am 16. Juli ihr Amt niederlegte. Wie konnte es in den siebziger und achtziger Jahren zu solchen ethisch-moralischen Abwegen in der evangelischen Kirche kommen? Die Hintergründe beleuchtet Pastor em. Dieter Müller (Neumünster), Vorstandsmitglied der Kirchlichen Sammlung um Bibel und Bekenntnis in der Nordelbischen Kirche.

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