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01.01.2012

Iran: Pastor wegen Mission unter Muslimen inhaftiert

Mehdi „Petros“ Foroutan ist „Gefangener des Monats Januar“. Foto: IGFM

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Zum „Gefangenen des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den iranischen Hauskirchen-Pastor Mehdi „Petros“ Foroutan benannt und zur Unterstützung für ihn aufgerufen. Der 27-Jährige wurde im März wegen Vergehen gegen die nationale Sicherheit zusammen mit vier anderen Christen zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Ihm wird Mission unter Muslimen vorgeworfen. Er befindet sich nach vorübergehender Einzelhaft im „Abel Abad Gefängnis“ in Shiraz, der Hauptstadt der südiranischen Provinz Fars.

Auf Intervention des Staatsanwaltes läuft gegen den Pastor ein weiteres Verfahren wegen angeblicher Blasphemie gegen den Islam. Die IGFM und idea rufen dazu auf, in Briefen an den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad die Freilassung Foroutans zu fordern. Der Iran hat den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifiziert, der das Recht auf freie Religionsausübung garantiert. Der Pastor habe nur von dem auch in der iranischen Verfassung festgeschriebenen Recht auf Religionsfreiheit Gebrauch gemacht, so IGFM und idea. Von den 74,2 Millionen Einwohnern Irans sind 99 Prozent Muslime. Die Zahl der Konvertiten zum christlichen Glauben wird auf 250.000 geschätzt. Ferner gibt es bis zu 150.000 meist orthodoxe armenische und assyrische Christen.

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