„Wir brauchen die Kirche im Dorf“

Der Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Jann Schmidt fordert neue Dorfkultur. Foto: PR
Emden (idea) – „Wir brauchen unbedingt die Kirche im Dorf.“ Dafür hat sich der Kirchenpräsident der Evangelisch-reformierten Kirche, Jann Schmidt (Leer), auf einer Tagung für Kirchenräte und Presbyter in Emden ausgesprochen.
Er plädierte vor den 60 Teilnehmern für eine neue Dorfkultur. Die Kirchen müssten sich stärker an der Entwicklung des ländlichen Raums beteiligen. Der Bevölkerungsrückgang und die Alterung sowie der Strukturwandel in der Landwirtschaft stellten das Dorfleben vor besondere Herausforderungen. Schmidt: „Es muss ein neues Dorf her, ein Dorf in dem sich die Menschen neu zusammenfinden, die jetzt dort leben.“ Orientierung biete die biblische Botschaft mit Werten wie Nächstenliebe und Hilfe ohne Gegenleistung. Laut Schmidt ist die Dorfentwicklung für seine Kirche besonders wichtig. Etwa 100 der 146 Gemeinden mit zusammen 185.000 Mitgliedern befänden sich im ländlichen Raum. Genauso wichtig wie die Kirche im Dorf seien aber die Menschen, die „vom Geist Gottes erfüllt sind, die an Wunder glauben und sich durch negative Prognosen für die Dörfer nicht entmutigen lassen“.
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