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07.02.2012

Weltkirchenrat: Gleiche Rechte für Muslime und Christen

Der ÖRK-Generalsekretär, Olav Fykse Tveit, warnt vor einem Exodus der Christen aus der arabischen Welt. Foto: Nikos Kosmidis/WCC

Antelias (idea) – Vor einem Auszug der Christen aus dem Nahen und Mittleren Osten hat der Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), Olav Fykse Tveit (Genf), gewarnt.

Seit der Zeit der Apostel lebten Christen in diesem Raum, der auch der Geburtsort für Judentum und Islam sei, sagte er bei einer christlich-muslimischen Tagung, die Ende Januar in Antelias bei Beirut (Libanon) stattfand. Ohne christliche Präsenz in der Region wäre das Zusammenleben von Menschen verschiedener Religionen und Kulturen gefährdet, so Tveit. Er verwies darauf, dass der Krieg im Irak eine Massenflucht von Christen ausgelöst habe. Jetzt seien in der arabischen Welt viele Christen und Muslime verunsichert über den Ausgang des Arabischen Frühlings. Es sei nötig, für die arabische Welt die Vision einer gemeinsamen Zukunft zu entwickeln, in der Christen und Muslime die gleichen Rechte und Möglichkeiten hätten. Tveit hob auch die Bedeutung einer friedlichen Lösung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern hervor. Mit Papst Benedikt XVI. sei er sich einig, dass von Frieden und Gerechtigkeit für Jerusalem das Schicksal der ganzen Welt abhänge. An der viertägigen Konferenz nahmen christliche und muslimische Repräsentanten aus Libanon, Syrien, Ägypten, Jordanien, Irak, Iran, den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Palästinensergebieten teil. Dem ÖRK gehören 349 evangelische, orthodoxe und anglikanische Kirchen mit 560 Millionen Mitgliedern in mehr als 110 Ländern an.

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