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14. September 2009

USA: Friedlicher Abtreibungsgegner ermordet

Der Abtreibungsgegner Jim Pouillon (im roten T-Shirt) wurde erschossen. Foto: Missionaries for the Preborn

Der Abtreibungsgegner Jim Pouillon (im roten T-Shirt) wurde erschossen. Foto: Missionaries for the Preborn

Owosso (idea) – Ein 63-jähriger US-Amerikaner, der seit Jahren friedlich gegen Abtreibungen protestierte, ist auf offener Straße erschossen worden. Jim Pouillon war am 11. September vor einer Schule in seinem Heimatort Owosso (Bundesstaat Michigan) mit einem Plakat auf und ab gegangen, das auf der einen Seite ein Kleinkind und auf der anderen ein abgetriebenes Baby zeigte.

Aus einem vorbeifahrenden Fahrzeug wurden mehrere Schüsse auf ihn abgefeuert, an denen er starb. Passanten meldeten der Polizei das Autokennzeichen des Schützen. Wenig später wurde Harlan James Drake (33) in seinem Haus festgenommen. Er steht im Verdacht, am selben Tag noch eine weitere Bluttat begangen zu haben. Der 61-jährige Kiesgrubenbesitzer Mike Fuoss wurde ebenfalls erschossen aufgefunden. Nach Polizeiangaben hegte Drake einen Groll gegen die beiden Männer. Lebensrechtsorganisationen haben Pouillons Ermordung verurteilt. Es sei eine Tragödie, dass ausgerechnet ein Mann, der sich immer gegen Gewalt ausgesprochen habe, durch Gewalt ums Leben gekommen sei, erklärte die Präsidentin der „Besorgten Frauen Amerikas“, Wendy Wright (Washington). Der Direktor der katholischen Organisation „Priester für das Leben“, Frank Pavone (New York), appellierte an die Vertreter der Organisationen, die für ein „Recht auf Abtreibung“ eintreten, den Mord an Pouillon ebenso zu verurteilen, wie es Lebensrechtler im Fall des Abtreibungsarztes George Tiller getan hatten. Der 67-Jährige war am Pfingstsonntag (31. Mai) vor der Lutherkirche von Wichita (Bundesstaat Kansas) erschossen worden. Wie die Abtreibungsbefürworterin Laura MacCleery, Sprecherin des „Zentrums für Reproduktionsrechte“ (New York), erklärte, sei man bestürzt über die „sinnlosen Tötungen“. Die Ermordung Pouillons scheine ihr aber nicht im Zusammenhang mit der Abtreibungsdebatte zu stehen, da dem mutmaßlichen Täter ein weiteres Tötungsdelikt zur Last gelegt werde, das nichts mit dem Thema  Schwangerschaftsabbruch zu tun habe.

Wenn Sie diesen Beitrag im Forum kommentieren möchten, dann schicken Sie eine E-Mail mit der Überschrift an: bernhard.limberg@idea.de.

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