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08.02.2012

Streit um Falkland-Inseln: Methodisten mahnen zum Frieden

Der rgentinische Bischof Frank de Nully schreibt an die Methodistische Konferenz Großbritanniens. Foto: PR

Buenos Aires/London (idea) – Methodisten bemühen sich um eine friedliche Beilegung des erneut aufflammenden Streits zwischen Argentinien und Großbritannien um die Falkland-Inseln.

Krieg sei immer ein Zeichen menschlichen Versagens, schreibt der argentinische Bischof Frank de Nully Brown (Buenos Aires) an den Präsidenten der Methodistischen Konferenz von Großbritannien, Leo Osborn, und seine Stellvertreterin, Ruth Pickles (beide London). In einem von der Lateinamerikanischen und Karibischen Kommunikationsagentur (Quito/Ecuador) veröffentlichten Schreiben erinnert de Nully an den Falkland-Krieg vor 30 Jahren. Die Evangelisch-methodistische Kirche Argentiniens lehne sowohl einen Militäreinsatz des eigenen Landes wie auch eine zunehmende Militarisierung der Inseln durch Großbritannien ab. Vielmehr sollte der Konflikt durch Dialog gelöst werden; dabei solle man die Unversehrtheit der Natur und der Menschen im Blick haben. Seine Kirche sei mit den britischen Methodisten brüderlich verbunden, so der Bischof.

Rohölvorkommen vor der Küste der Inselgruppe

Argentinien erhebt Anspruch auf die auch Malwinen genannte Inselgruppe, die sich etwa 400 Kilometer vor der Küste des südamerikanischen Landes im Südatlantik befindet. Sie gehört seit 1833 als Überseegebiet zu Großbritannien. Am 2. April 1982 besetzte Argentinien die Inseln und löste damit den Falkland-Krieg aus, der bis zu seinem Ende am 14. Juni 1982 mehr als 1.000 Menschenleben forderte. In jüngster Zeit haben sich die Spannungen zwischen London und Buenos Aires wieder erhöht. Großbritannien entsandte ein Kriegsschiff in den Südatlantik; Prinz William, Enkel von Königin Elisabeth II., leistet einen sechswöchigen Einsatz als Hubschrauberpilot auf den Inseln ab. Argentiniens Vizepräsident Amado Boudou warf Großbritannien fortgesetzten Imperialismus und Kolonialismus vor. Vor der Küste der von etwa 3.000 Einwohnern plus 1.700 stationierten Soldaten bewohnten Falkland-Inseln befinden sich große Rohölfelder.

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