Sambia: Keine Homo-Rechte für Entwicklungshilfe
Boston/Lusaka (idea) – Zu einem Verzicht auf Entwicklungshilfe haben führende Kirchenvertreter in Sambia aufgerufen, sollte dafür im Gegenzug eine Anerkennung der Rechte Homosexueller verlangt werden.
„Hilfszahlungen sollten nicht an die Förderung von Unsittlichkeit geknüpft werden“, sagte der Sprecher der katholischen Bischofskonferenz des Landes, Paul Samasumo (Lusaka), einem Bericht des Internetportals CatholicCulture.org (Boston/US-Bundesstaat Massachusetts) zufolge. Auch der Sprecher der Pfingstkirchen, Gibson Nyirenda, warnte vor einer Aushöhlung der gesellschaftlichen Moral: „Lasst uns eine christliche Nation bleiben und solche Hilfe ignorieren.“ Hintergrund ist ein Vorstoß der US-Regierung, Auslandshilfe an die Gewährung von Rechten für Homosexuelle zu binden. In Sambia sorgt der nicht nur unter Kirchenrepräsentanten für Verärgerung. Informations- und Tourismusminister Given Lubinda (Lusaka) erklärte, Sambia werde sich beim Thema Homosexualität nicht westlichem Druck beugen. In dem afrikanischen Land ist praktizierte Homosexualität gesetzlich verboten. Rund 98 Prozent der 13 Millionen Einwohner bekennen sich zum Christentum.
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