Pietisten: An EKD-Kampagne „Erwachsen glauben“ beteiligen
Gunzenhausen (idea) – Die pietistische Dachorganisation Gnadauer Evangelischer Gemeinschaftsverband hat die Landeskirchlichen Gemeinschaften aufgerufen, sich stärker an der EKD-Kampagne „Erwachsen glauben“ zu beteiligen.
Sie hat zum Ziel, dass Glaubenskurse zu einem Regelangebot und erkennbaren Markenzeichen der evangelischen Kirche ausgebaut werden. Zwar würden in der Gemeinschaftsbewegung an vielen Orten solche Kurse angeboten. Es stimme aber nachdenklich, dass sich auf der Internetseite der Kampagne bisher nur sehr wenige Gemeinschaften eingetragen und damit ihre Unterstützung signalisiert hätten, sagte der Generalsekretär des Gnadauer Verbandes, Theo Schneider (Kassel), auf dessen Mitgliederversammlung, die vom 16. bis 18. Februar in Gunzenhausen (Mittelfranken) tagte. Nach seinen Worten wäre eine solche Initiative auf EKD-Ebene vor zehn Jahren noch unvorstellbar gewesen. Die Gemeinschaften sollten deshalb die Chancen nutzen. Schneider warb dafür, dabei auch die Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden und Pfarrern zu suchen.
Bundesfreiwilligendienst eine Chance für Gemeinschaften
Schneider vertrat ferner die Ansicht, dass im Bundesfreiwilligendienst auch Möglichkeiten für Gemeinschaften und ihre Mitglieder biete. Allerdings sei für die Durchführung dieses Dienstes – auch für Ältere – ein anerkannter Träger notwendig. Der Jugendverband „Entschieden für Christus“ (EC) habe seine Bereitschaft signalisiert, diese Aufgabe zu übernehmen, wenn Gemeinschaften oder Freizeitheime den Bundesfreiwilligendienst mit älteren Menschen umsetzen wollen. Der Dienst war nach der Aussetzung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes im vorigen Jahr eingeführt worden.
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