Olympische Winterspiele: Gastfreundschaft siegt
Vancouver (idea) – Bei den Olympischen Winterspielen in Kanada wollen viele Kirchengemeinden christliche Gastfreundschaft üben. Zu den Wettbewerben, die vom 12. bis 28. Februar in Vancouver und dem Wintersportort Whistler (Provinz British Columbia) stattfinden, werden rund 350.000 Besucher und 10.000 Journalisten erwartet.
Außerdem nehmen etwa 2.700 Athleten und ebenso viele Trainer und Funktionäre aus 87 Ländern an den Spielen teil. Aus Deutschland kommen 153 Sportlerinnen und Sportler. Die christlichen Gemeinden in Vancouver und dem 125 Kilometer entfernten Whistler stehen unter anderem gestrandeten Besuchern mit Rat und Tat bei, stellen Notunterkünfte bereit, bieten Erfrischungen an, laden zu Übertragungen einzelner Wettbewerbe ein und schaffen Möglichkeiten zu Gebet und Seelsorge. So öffnet das Begegnungszentrum The Fridge (Der Kühlschrank) des Missionswerks „Jugend für Christus“ seine Pforten in Vancouvers Vorort Richmond, wo die Eisschnelllaufwettbewerbe ausgetragen werden. Unter anderem kommen dort 50 benachteiligte Jugendliche aus dem US-Bundesstaat Kalifornien unter, deren Olympia-Besuch von einem Förderer finanziert wird. Sie werden von Fridge-Mitarbeitern an die Sportstätten gebracht, für die sie Eintrittskarten haben.
Heißes von der Heilsarmee
Die christliche Aktion „Mehr als Gold“ koordiniert die Angebote christlicher Gemeinden. Unter anderem werden Mitarbeiter an Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel Erfrischungen austeilen. Auch die Heilsarmee biete Wartenden Kaffee, Kakao und Wasser an, so Sharon Tidd von den „Soldaten Christi“. Die evangelistisch und sozial wirkende Freikirche ist auch auf gestrandete Besucher eingestellt. Auf sie wartet ein Notfallpaket mit Zahnbürste, Zahnpasta und Seife. Auch gibt es Regenumhänge, Handschuhe und Informationsbroschüren. Rund 200 christliche Familien haben sich ferner bereiterklärt, Olympia-Gäste aufzunehmen.
Eishockey bei Lutheranern
Mehrere evangelische Gemeinden richten Internet-Cafés ein; katholische Pfarreien werden in Informationszentren umfunktioniert. Die lutherische Dreifaltigkeitskirche in Richmond – nahe des Zentrums, wo den Siegern die Olympia-Medaillen umgehängt werden – dient auch als ein Besucherzentrum mit Gebets- und Seelsorgeräumen. Außerdem werden auf einem Großbildschirm Übertragungen des olympischen Eishockeyturniers gezeigt.
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