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22.12.2010

NRW-Atheisten: Schulen auf den Zahn fühlen

Handreichung zum Schutz vor „religiöser Indoktrination“.

Lindlar (idea) – Atheisten in Nordrhein-Westfalen rufen konfessionslose Eltern auf, Schulen auf den Zahn zu fühlen. Sie sollen per Fragebogen ermitteln, ob ihre Kinder vor „religiöser Indoktrination“ geschützt werden.

Nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Landesverbands des Internationalen Bunds der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) wird in manchen Schulen nicht beachtet, dass die Teilnahme am Religionsunterricht und an Schulgottesdiensten freiwillig ist. „Viele Lehrerinnen, Lehrer und Schulleitungen verwenden bedeutenden Ehrgeiz darauf, die Freiwilligkeit der Teilnahme am Religionsunterricht zu behindern“, klagt IBKA-NRW-Sprecher Rainer Ponitka (Lindlar). An manchen Grundschulen habe der Religionsunterricht keine verbindlichen Zeiten: „Es wird Eltern massiv erschwert, ihre Kinder vor religiöser Indoktrination zu schützen.“ Ponitka bezeichnet den Religionsunterricht als „pure Mitgliederschulung der Religionsgemeinschaften“. Nirgendwo werde in den Schulen so viel „kriminelle Energie“ darauf verwendet, nicht-religiöse Menschen in der Ausübung ihrer Freiheitsrechte zu behindern. Bei der Schulwahl gehen viele Eltern jedoch andere Wege: Christliche Privatschulen melden stetigen Zulauf, während die Schülerzahlen an staatlichen Schulen sinken.

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