Nordelbische Kirche unterstützt Hebammen

Der Bischofsbevollmächtigte im Sprengel Schleswig und Holstein, Gothart Magaard: Rückendeckung für bessere Arbeitsbedingungen. Foto: PR
Kiel (idea) – Hebammen können auf Rückendeckung durch die Nordelbische Kirche zählen. Ihre berufliche Situation habe sich weiter verschlechtert, erklärte der Bischofsbevollmächtigte im Sprengel Schleswig und Holstein, Gothart Magaard (Kiel), anlässlich des Treffens der Landesvorsitzenden der Hebammenverbände aller Bundesländer am 19. Januar in Tönning.
Laut Magaard sind Hebammen besonders in ländlichen Regionen wichtig, wo es nicht „an jeder Ecke ein Krankenhaus mit Entbindungsstation“ gebe. In manchen Dörfern lebe auch kein Landarzt oder Geburtshelfer mehr. Magaard: „Es geht mich etwas an, wie eine Mutter auf einer nordfriesischen Insel ihr Kind zur Welt bringt.“ Die Nordelbische Kirche hatte am 26. Mai vorigen Jahres Bundesminister Philipp Rösler (FDP) mehr als 22.000 Unterschriften zugunsten besserer Arbeitsbedingungen für Hebammen übergeben. Sie leiden vor allem unter drastisch gestiegenen Prämien der Berufshaftpflichtversicherung, die seit Juli 2010 um über 50 Prozent auf rund 3.700 Euro pro Jahr erhöht wurden. Monatlich verdienen die Geburtshelferinnen bis zu 1.400 Euro. Der Stundenlohn liegt nach Angaben der Vorsitzenden des Hebammenverbands Schleswig-Holstein, Margret Salzmann (Nutteln bei Itzehoe), inzwischen unter fünf Euro. Viele freiberufliche Hebammen in Schleswig-Holstein hätten bereits ihre Berufstätigkeit aufgegeben.
Wenn Sie diesen Beitrag im Forum kommentieren möchten, dann schicken Sie eine E-Mail mit der Überschrift an: bernhard.limberg@idea.de.


