Nächtlicher Angriff auf algerische Kirche
Wargla (idea) – In der ost-algerischen Stadt Wargla ist eine evangelische Kirche am 1. Februar angegriffen worden. Nach Angaben des Hilfswerks für verfolgte Christen „Open Doors“ (Kelkheim bei Frankfurt am Main) stürmte eine unbekannte Gruppe nachts das Kirchengelände.
Die Eindringlinge zerstörten ein gusseisernes Kruzifix, beschädigten Bäume und das Eingangstor. Die Angreifer hätten lautstark Todesdrohungen geschrien. Der Pastor hielt sich mit seiner Frau und ihrem Baby im Gebäude auf. Sie hatten Todesangst. In den vergangenen sechs Monaten haben Unbekannte mehrfach die Pastorenfamilie bedroht sowie Unrat auf das Kirchengelände geworfen. Die 195.000 Einwohner zählende Stadt Wargla ist 700 Kilometer von der Hauptstadt Algier entfernt. Algerien rangiert auf dem Weltverfolgungsindex von „Open Doors“ auf Platz 23. In dem nordafrikanischen Land leben nach Angaben der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen im Mittleren Osten bis zu 365.000 Christen – überwiegend ehemalige Muslime. Das sind etwa 1,5 Prozent der 32,4 Millionen Einwohner. Die übrigen sind fast ausschließlich Muslime.
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