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07. Juli 2009

„Mutter Teresa von Dresden“ gestorben

Sabine Ball kümmerte sich um Straßenkinder und entwurzelte Jugendliche. Foto: Stoffwechsel

Sabine Ball kümmerte sich um Straßenkinder und entwurzelte Jugendliche. Foto: Stoffwechsel

Dresden (idea) – Die als „Mutter Teresa von Dresden“ bekannt gewordene Sabine Ball ist am 7. Juli in Dresden im Alter von 83 Jahren gestorben. Nach Angaben des von ihr gegründeten Vereins „Stoffwechsel“ erlitt sie am Morgen in ihrer Wohnung einen Herzinfarkt.

Herbeigerufenen Ärzten gelang es nicht, sie wiederzubeleben. Die gebürtige Königsbergerin begann 1993 in Dresden eine sozialmissionarische Arbeit unter Straßenkindern und heimatlosen Jugendlichen. Im Herbst 2005 gab sie die Verantwortung für diese Arbeit ab. Frau Ball führte ein bewegtes Leben. 1945 überlebte sie den Bombenangriff auf Dresden. Später wanderte sie in die USA aus, heiratete einen Millionär, von dem sie sich nach zehn Jahren scheiden ließ. Sie suchte Lebenssinn im Buddhismus, kümmerte sich um Hippies in Kalifornien, bevor sie schließlich Christin wurde und unter anderem in New York als Missionarin arbeitete. Nach der friedlichen Revolution in der DDR kehrte sie nach Dresden zurück und startete ihr sozialmissionarisches Projekt, das heute rund 350 Kinder und Jugendliche erreicht. Im Jahre 2000 erhielt die Wohltäterin den mit 10.000 Euro dotierten Förderpreis der Plansecur-Stiftung (Kassel) für soziales Engagement. 2007 wurde sie von der Neues-Leben-Stiftung mit dem Werte-Preis ausgezeichnet. Im Januar 2009 war Frau Ball bundesweit auf Plakaten der Aktion „Alter schafft Neues“ des Bundesfamilienministeriums zu sehen. 

Wenn Sie diesen Beitrag im Forum kommentieren möchten, dann schicken Sie eine E-Mail mit der Überschrift an: bernhard.limberg@idea.de.

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