Mutmaßliche Terroristen: Auch Hitler brachte Juden um
London (idea) – Wegen geplanter terroristischer Anschläge müssen sich neun muslimische Extremisten derzeit vor einem Londoner Gericht verantworten.
Als Ziele ihrer Bombenattentate hatten die aus Bangladesch und Pakistan stammenden Männer Londoner Wahrzeichen wie das Parlamentsgebäude, den Glockenturm Big Ben, die Börse, das Riesenrad London Eye und das Zentrum der Scientology-Organisation ausgespäht. Ferner wollten sie Briefbomben mit der Weihnachtspost verschicken und Granaten in Kneipen während eines Fußballspiels zünden. Die Bomben wollten sie nach Anleitungen des El-Kaida-Magazins „Inspire“ bauen. In den drei Zellen der mutmaßlichen Terroristen in London, Cardiff und Stoke-on-Trent fanden die Ermittler ferner die Privatadressen des Londoner Bürgermeisters Boris Johnson und von zwei Rabbinern. Extrem antisemitische Äußerungen wurden in Gesprächen der Angeklagten abgehört: Muslime hätten für Hitler gekämpft, weil Juden gefährlich seien. Außerdem hätten die Nationalsozialisten nicht sechs Millionen, sondern weniger als 100.000 Juden umgebracht. Der britische Inlandsgeheimdienst hatte die Männer bereits seit 2008 im Visier; sie wurden aber erst im Dezember 2010 festgenommen, als ihre Planungen der Anschläge in die Endphase mündeten. Vor dem Woolwich Crown Court bekannten sich die 20- bis 30-jährigen Angeklagten teilweise schuldig, um mildere Strafen zu erreichen, berichtet die Londoner Zeitung „The Times“.
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