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10. September 2009

Micha-Initiative: An Millenniumszielen festhalten

Der deutsche Projektkoordinator der evangelikalen Micha-Initiative, Alexander Gentsch.

Der deutsche Projektkoordinator der evangelikalen Micha-Initiative, Alexander Gentsch.

Leipzig (idea) – Die Industrienationen sollen sich trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise stärker für die Verwirklichung der Millenniumsziele der Vereinten Nationen (UN) engagieren. Resignation sei auch angesichts aktueller Negativnachrichten nicht angebracht, sagte der deutsche Projektkoordinator der evangelikalen Micha-Initiative, Alexander Gentsch (Leipzig), am 10. September gegenüber idea.

Am 7. September hatte die UN-Entwicklungsorganisation UNCTAD in einem Bericht das Erreichen der Millenniumsziele – zu denen unter anderem die Halbierung der extremen Armut zählt – bis 2015 als „praktisch unmöglich“ bezeichnet. Wie Gentsch sagte, hätten sich die Vereinten Nationen gleichwohl noch nicht von den im Jahr 2000 gefassten Zielen verabschiedet. Er verwies auf einen im Juli veröffentlichten Bericht von Generalsekretär Ban Ki-Mun. Dieser kommt zwar auch zu dem Schluss, dass die Fortschritte im Kampf gegen Hunger und Armut verlangsamt würden. Allerdings blieben sie mit starkem politischen Willen und ausreichenden finanziellen Mitteln noch in Reichweite. Nach Gentschs Ansicht sollten die Industrienationen an ihren Bemühungen festhalten. Die Ausgaben für Entwicklungshilfe sollten wie im EU-Stufenplan vorgesehen von derzeit 0,4 Prozent bis 2015 auf 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens steigen. Zudem müssten die Industrieländer den Umbau der internationalen Finanz- und Handelsinstitutionen zugunsten der Entwicklungsländer vorantreiben, fordert die Micha-Initiative. Sie wurde 2004 innerhalb der Weltweiten Evangelischen Allianz gegründet und will Christen ermutigen, sich in ihren Gemeinden und bei Politikern für die Verwirklichung der Millenniums-Ziele einzusetzen.

Wenn Sie diesen Beitrag im Forum kommentieren möchten, dann schicken Sie eine E-Mail mit der Überschrift an: bernhard.limberg@idea.de.

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