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10.01.2012

Menschenrechtler: Arabischer Frühling ist anti-christlich

Der nigerianische Theologe und Menschenrechtler Prof. Obiora Ike warnt: In Nordafrika entsteht eine anti-westliche Bewegung. Foto: Kvasir Society/Joy Mathew

Köln (idea) – Vor Illusionen im Blick auf den Arabischen Frühling warnt der nigerianische Theologe und Menschenrechtler Prof. Obiora Ike (Enugu). In den Umbruchstaaten Nordafrikas entstehe eine „anti-christliche, anti-westliche“ Bewegung, sagte er am 9. Januar im Deutschlandradio (Köln).

Länder wie Ägypten, Libyen und Tunesien führten eine islamische Staatsordnung ein. Der Arabische Frühling führe nicht zur Verwestlichung, sondern zur Arabisierung und Islamisierung, so Ike, der das katholische Institut für Entwicklung, Gerechtigkeit und Frieden in Nigeria leitet. Aber auch darüber hinaus würden Kampagnen gegen Christen geführt, etwa im Irak und im Iran. Im Blick auf die anhaltenden Anschläge der radikal-islamischen Gruppe Boko Haram auf Christen in Nigeria wünscht sich Ike ein stärkeres Menschenrechtsengagement Europas. Die Gruppe, die mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung stehen soll, droht Christen mit Vernichtung und Vertreibung.

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