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07.02.2012

Landesbischof würdigt kirchlichen Beitrag im Atomstreit

Der badische Landesbischof Ulrich Fischer. Foto: idea/kairospress

Karlsruhe (idea) – An den erfolgreichen Widerstand gegen das vor 40 Jahren geplante Atomkraftwerk Wyhl (Südbaden) hat der badische Landesbischof Ulrich Fischer (Karlsruhe) erinnert.

Am 8. Februar 1972 versammelten sich Kernkraftgegner im evangelischen Gemeindehaus von Weisweil, um Strategien gegen den Bau des Projekts in der Weinbaugegend „Kaiserstuhl“ zu erörtern. Laut Fischer haben die Kirchen in dem Konflikt eine starke und friedensstiftende Rolle gespielt. Der damalige badische Landesbischof Hans-Wolfgang Heidland (1912-1992) habe im Februar 1975 bei Ministerpräsident Hans Filbinger (1913-2007) mit Erfolg darauf gedrungen, einen Großeinsatz der Polizei gegen die Anti-AKW-Demonstranten zu verhindern. Für Fischer sind die damaligen Proteste der „Einstieg in den Ausstieg“ aus der Atomkraft. Es erfülle ihn mit Genugtuung, dass der mutig beschrittene Weg mit dem 2011 beschlossenen Atomausstieg einen „besonnenen Abschluss“ gefunden habe, heißt es in einer Mitteilung der landeskirchlichen Informationsstelle. Allerdings seien noch viele Probleme auf dem Weg zu einer sicheren Energieversorgung ungelöst. Am 8. Februar erinnern Kirchen und Bürgerinitiativen mit einem Mahn- und Gedenkgottesdienst in Weisweil an den Beginn der Proteste vor 40 Jahren.

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