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08.02.2012

Kolumbien: Rebellen vertreiben Pastor

Guerillas in Kolumbien sprechen ein Predigtverbot aus.

Bogota (idea) – In Zentralkolumbien haben Anhänger der Rebellengruppe FARC-EP (Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens) einen Pastor und 37 seiner Verwandten von ihren Wohnorten nahe La Macarena vertrieben.

Die neun Familien lebten auf zehn Höfen verstreut in der Region Meta. Nach Angaben des Hilfswerks „Open Doors“ (Kelkheim bei Frankfurt am Main) drangen die Rebellen in das Haus von Pastor Wilber Ramirez ein, packten seine Sachen und zwangen ihn, augenblicklich zu verschwinden. Die linksgerichteten Guerillas bedrohten Ramirez bereits seit sechs Jahren. Sie hatten ihm verboten zu predigen. Er solle seine Gemeinde auflösen und seine Religion aufgeben. Trotz der gewaltsamen Vertreibung will der dreifache Vater weiter Gottes Wort in der Region verkündigen. Ramirez: „Ich bitte Gott darum, mir Kraft und Mut zu geben, damit ich die mir anvertrauten Glaubensgeschwister in rechter Weise führen kann.“ Von den 42 Millionen Einwohnern des südamerikanischen Lands sind 90 Prozent Katholiken, fünf Prozent Protestanten und 2,7 Prozent Nichtreligiöse. Der Rest verteilt sich auf nichtchristliche Religionen.

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