Werben  |  Bestellen  |  Login  |  Kontakt  |  Impressum
17.01.2012

Kirchliche Trauung im Sterbehospiz

Der Hospizseelsorger Pfarrer Hans-Jürgen Steubing. Foto: PR

Darmstadt (idea) – Im Hospiz des Evangelischen Krankenhauses Elisabethenstifts in Darmstadt haben sich ein Schwerstkranker und seine Frau kirchlich trauen lassen. Wie der Hospizseelsorger Pfarrer Hans-Jürgen Steubing idea mitteilte, habe er dem Ehepaar Oda (70) und Helmut Pest (80) in der Stiftskirche den Segen zugesprochen.

Die Eheleute sind bereits seit 1994 standesamtlich verheiratet und baten nun auch um den kirchlichen Segen. Wegen der Krankheit des Ehemannes war die Trauung immer wieder aufgeschoben worden. Doch am 6. Januar hätten sich der schwer Herzkranke und seine Frau vor Gott das Ja-Wort gegeben. Wie idea erfuhr, ging es dem Ehemann zuvor nicht gut; es war ungewiss, ob er die Zeremonie gesundheitlich bewältigen könne. Helmut Pest war bereits im Juli vom Krankenhaus zum Sterben nach Hause entlassen worden. Seit Ende 2011 lebt er in dem im Oktober eröffneten Hospiz. Die Trauung stand auf Wunsch des Brautpaares unter dem Bibelwort „Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, das man nicht sieht“ (Hebräer 11,1). Nach den Worten des Pfarrers war es dann für alle überraschend, wie die Freude über die Trauung dem Bräutigam neuen Lebensmut und neue Lebensenergie gab, so dass er die Zeremonie und das anschließende Kaffeetrinken miterleben konnte. Steubing: „Es ist schön, sehen zu dürfen, wie sich Gottes Segen für alle sichtbar auswirkt und wie das Bibelwort ‚Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig’ hier wahr geworden ist.“

Wenn Sie diesen Beitrag im Forum kommentieren möchten, dann schicken Sie eine E-Mail mit der Überschrift an: bernhard.limberg@idea.de.

 
© 2012 idea e.V. - Evangelische Nachrichtenagentur