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27.01.2012

Kirchliche Jugend: Weltweite Gerechtigkeit stärker thematisieren

Der Jugendpfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Tobias Bilz. Foto: PR

Schmochtitz (idea) – Fragen der weltweiten Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung sollten in der kirchlichen Jugendarbeit wieder stärker thematisiert werden. Das wurde auf der „Ökumenischen Hauptamtlichentagung für Jugendmitarbeiter“ gefordert, die vom 23. bis 26. Januar im sächsischen Schmochtitz (bei Bautzen) stattfand.

Das Treffen stand unter dem Thema „Nachhaltig leben zwischen Qualität und Quantität“. Wie der Jugendpfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Tobias Bilz (Dresden), vor den 120 Teilnehmern sagte, „darf uns das Schicksal derer, auf deren Kosten der aktuelle Wohlstand aufgebaut ist, nicht ungerührt lassen“. Christen seien grundsätzlich herausgefordert, ihren Lebensstil zu überdenken „und auf das auszurichten, was dem anbrechenden Reich Gottes entspricht“. Einen zentralen Punkt sieht Bilz darin, die eigene Einstellung zum Konsum zu ändern: „Es ist ein Irrtum zu meinen, dass wachsender Wohlstand und gepflegter Genuss automatisch höhere Lebensqualität hervorbringen.“ Da von Kindheit geprägte Denk- und Verhaltensweisen bei vielen Jugendlichen aber tief säßen, könne es hilfreich sein, einen neuen Lebensstil schrittweise und in Gemeinschaft zu entwickeln.

Kirchliche Bildungsarbeit muss ergebnisoffen sein

Der Referent für entwicklungsbezogene Bildung in der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Jugend in Deutschland (aej), Veit Laser (Hannover), warnte davor, Kinder und Jugendliche für öffentlichkeitswirksame Kampagnen – etwa zum Einwerben von Spenden – zu instrumentalisieren. Heranwachsende merkten schnell, wenn sie nicht ernst genommen würden. Kirchliche Bildungsarbeit unter Kindern und Jugendlichen solle stets ergebnisoffen geführt werden.

Jugendliche mit der Botschaft von Jesus erreichen

Der Jugendbildungsreferent im Landesjugendpfarramt der sächsischen Landeskirche, Jan Witza (Dresden), nannte als zentrale Herausforderung für die kirchliche Jugendarbeit, Heranwachsende mit der Botschaft von Jesus Christus zu erreichen und ihnen klar zu machen, „dass dieser Glaube durchs Leben trägt“. Gerade in einer schneller und unübersichtlicher werdenden Zeit sehnten sich viele Jugendliche nach Orientierung, sagte er gegenüber idea. Ziel der jährlich stattfindenden Hauptamtlichentagung sei es, mögliche Wege zu diskutieren, wie Jugendliche „mit der besten Botschaft der Welt“ erreicht werden können. Das Treffen wird von der evangelischen und katholischen Kirche gemeinsam veranstaltet und fand zum 14. Mal statt.

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