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16.01.2012

Kirchengemeinden bekunden Verbundenheit mit messianischen Juden

Der Leiter des Beit Sar Shalom Evangeliumsdienstes, Wladimir Pikman sprach bei der Gebetswoche der Evangelischen Allianz in Baden.

Kraichtal (idea) – Ihre Verbundenheit mit messianischen Juden haben mehrere badische Kirchengemeinden bekundet. Sie luden den Leiter des Beit Sar Shalom Evangeliumsdienstes, Wladimir Pikman (Berlin), als Referent während der Gebetswoche der Evangelischen Allianz ein.

Unterstützt wurden sie von der Evangelischen Vereinigung für Bibel und Bekenntnis in Baden (Kraichtal bei Karlsruhe). Messianische Juden glauben, dass Jesus Christus der im Alten Testament angekündigte Messias des jüdischen Volkes ist. Im Unterschied zu Christen verstehen sie sich als Teil des jüdischen Volkes und seiner Traditionen. Pikman zufolge wächst die messianisch-jüdische Bewegung in Deutschland seit 1995. Damals habe es vermutlich zehn Hauskreise mit insgesamt 50 bis 100 Teilnehmern gegeben; heute seien es knapp 40 Gemeinden und Gruppen mit bis zu 1.000 jüdischen Mitgliedern. Darüber hinaus gibt es etwa 4.000 Judenchristen in evangelischen Kirchengemeinden. Experten schätzen, dass es weltweit mindestens 100.000 messianische Juden gibt, von denen rund 10.000 in Israel leben. Pikman ist überzeugt, dass die Bewegung Brücken zwischen Christen und Juden bauen und dadurch zur Versöhnung beitragen kann. Allerdings gibt es große Probleme: Von orthodoxen jüdischen Organisationen werden messianische Juden als Abtrünnige bekämpft, und viele christliche Gremien betrachten sie als Störenfriede des jüdisch-christlichen Dialogs. So werden sie beispielsweise nicht zu Kirchentagen zugelassen. Auch am 2. Deutschen Israelkongress Ende Oktober durften sie nicht teilnehmen. Dabei will Pikman nichts anderes, „als mit Liebe und Begeisterung von Jesus zu reden“, wie er bei seinen Vorträgen in den badischen Kirchengemeinden betonte.

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© 2012 idea e.V. - Evangelische Nachrichtenagentur