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09.02.2012

Jerusalem: Antichristliche Schmierereien an Klosterwand

Als Täter werden radikale jüdische Siedler vermutet.

Jerusalem (idea) – Mit antichristlichen Parolen ist in Jerusalem ein griechisch-orthodoxes Kloster beschmiert worden. Unbekannte sprühten auf eine Wand unter anderem den Schriftzug „Tod den Christen“.

Die Unterschrift „Makkabäer von Mignon“ deute auf Siedler als Urheber der Schmierereien hin, heißt es in Presseberichten. „Makkabäer von Mignon“ ist der Name einer illegalen Siedlung bei Ramallah im Westjordanland. In der Vergangenheit waren Christen wiederholt Opfer von Attacken ultra-orthodoxer Juden geworden. Der ökumenischen Nachrichtenagentur ENInews zufolge wurden christliche Geistliche und Nonnen angespuckt oder mit Steinen beworfen und antichristliche Sprüche auf Kirchengebäude gesprüht. Das Religionsgericht Beth Din Tzedek, höchste Instanz für die ultra-orthodoxe Gemeinschaft Haredi, hat diese Praktiken allerdings scharf verurteilt. Auch messianische Juden, die an Jesus Christus als den verheißenen Messias Israels glauben, klagen über Nachstellungen orthodoxer Juden. Ihnen wirft die christenfeindlich eingestellte jüdisch-orthodoxe Gruppe Yad L’Achim auf Flugblättern und bei Demonstrationen vor, „Seelen zu stehlen“ und Juden einer „Gehirnwäsche“ zu unterziehen. Es wurden auch Neue Testamente verbrannt. Von den rund 7,7 Millionen Einwohnern Israels sind 76 Prozent Juden, 15 Prozent Muslime und 2 Prozent Christen. Die Zahl der messianischen Juden wird auf  10.000 bis 15.000 geschätzt.

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