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29.04.2011

Israel: Vandalen verwüsten Mosaik in antiker Kirche

Archäologe: Es sieht aus, als hätten eine Granate eingeschlagen. Foto: PR

Jerusalem (idea) – Vandalen haben in einer vor kurzem ausgegrabenen antiken Kirche in Israel gewütet.

Sie verwüsteten einen vollständig erhaltenen Mosaikfußboden der rund 1.500 Jahre alten byzantinischen Kirche, die in der Ausgrabungsstätte von Hirbet Midras – südwestlich von Jerusalem – entdeckt worden war. Das berichtet die Zeitschrift „israel heute“ (Jerusalem). Das Mosaik, auf dem unter anderem Fische und Vögel abgebildet sind, war im Dezember und Januar freigelegt worden. Zehntausende Besucher bewunderten seither das Kunstwerk. „Es sieht aus, als wäre eine Granate eingeschlagen“, zitiert „israel heute“ den Archäologen Alon Klein. Wie es heißt, soll das Mosaik wiederhergestellt werden. Von den Tätern fehle jede Spur. Die Kirche soll nach Angaben der israelischen Altertumsbehörde zwischen dem fünften und siebten Jahrhundert genutzt worden sein. Forscher nehmen an, dass die Kirche zu Ehren des Propheten Sacharja erbaut wurde und sie sein Grab markieren sollte. Sacharja wirkte in der Zeit kurz nach dem babylonischen Exil um 520 vor Christus in Jerusalem.

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