Integrationsministerin für Muslime in der Diakonie
Stuttgart (idea) – Für die Einstellung von Muslimen in der Diakonie plädiert die baden-württembergische Integrationsministerin, Bilkay Öney (SPD). Nach Ansicht der Muslimin ist es ein „gravierendes Problem“, dass die christlichen Sozialdienste nur Christen beschäftigen.
Eine solche Personalpolitik schließe viele andersgläubige Migranten aus den sozialen Berufen aus. Dazu erklärte der Pressesprecher des Diakonischen Werks Württemberg, Peter Ruf (Stuttgart), dass die Diakonie in einigen Bereichen offen sei, Muslime anzustellen. Denkbar seien beispielsweise Erzieherinnen in einer Kindertagesstätte, die sich in einem Wohngebiet mit hohem Anteil von muslimischer Wohnbevölkerung befindet, oder Mitarbeiterinnen bei Pflegediensten, die vermehrt Muslime betreuen. Grundsätzlich seien diakonische Einrichtungen aber gehalten, „möglichst evangelische Mitarbeitende anzustellen, um sicherzustellen, dass die evangelisch-kirchliche Ausrichtung der Diakonie in unserer Gesellschaft deutlich wird und dargestellt werden kann“, teilte Ruf idea mit. Das diakonische Arbeitsrecht erlaube prinzipiell die Anstellung von Mitgliedern anderer Kirchen und auch von Muslimen. Diese könnten beschäftigt werden, wenn keine geeigneten evangelischen Mitarbeiter gefunden würden. Dies sei jedoch bei Leitungs- und Aufsichtsfunktionen sowie in der Seelsorge ausgeschlossen.
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