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01.02.2012

Im Theologiestudium mehr mit dem Heiligen Geist rechnen

Der Pastor der größten Baptistengemeinde in Deutschland, Heinrich Christian Rust. Foto: idea/kairospress

Schmitten (idea) – Eine „radikale Neuorientierung“ im Theologiestudium hat der Pastor der größten Baptistengemeinde in Deutschland, Heinrich Christian Rust (Braunschweig), angemahnt.

Man müsse „vom Wirken des Heiligen Geistes ausgehen“, sagte Rust auf einer Konferenz der Geistlichen Gemeindeerneuerung im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) Ende Januar in Schmitten-Dorfweil (Taunus). Durch ihr Theologiestudium sollten Studierende in die Anbetung Gottes geführt werden. Zugleich müsse die missionarische Kraft der Gemeinde Jesu gestärkt werden: „Wenn sich hingegen das Theologiestudium an einem Wissenschaftsbegriff orientiert, der die transzendente Wirklichkeit ignoriert, wird es zu verhängnisvollen Entwicklungen kommen.“ Rust plädierte für eine umfassende Lehre vom Heiligen Geist. Sie sei nötig, um dessen Wirkungen besser werten und fördern zu können. Nach Überzeugung des Pastors ist der Geist Gottes in seinen Wirkungen nicht nur beschränkt auf die Gemeinde Jesu: „Er wirkt im Alltag und im Berufsleben – überall da, wo Gottes Reich sich ausbreitet.“ Oft verstehe man den Geist Gottes nur im Sinn einer Energie, aber nicht als eine Person der Trinität Gottes. Darin liege eine folgenschwere Engführung: „Der Geist Gottes ist sowohl Person als auch Energie. Er sorgt sowohl für Stabilität, als auch für Mobilität. Er ist der Beweger und Bewahrer. Der Geist Gottes ist notwendig, damit wir im Studium der biblischen Schriften auch zur Offenbarung und Christuserkenntnis gelangen.“

Das Reich Gottes im Alltag bauen

Das Treffen unter dem Motto „Aus der Kraft des Heiligen Geistes leben“ zählte 160 Teilnehmer. Der für das Missionswerk „Jugend mit einer Mission“ tätige Gemeindeberater und Publizist Keith Warrington (Berlin) wandte sich dagegen, dass Christen Jesus auf ihren persönlichen Retter reduzierten, der sie in den Himmel bringe. Christus sei vielmehr „der König des Lebens“ und „König der Welt“, mit dem man in jeder Lebensphase – wie in einer Partnerschaft – rechnen könne und müsse. Er könne auch dann noch Probleme lösen, wenn Menschen mit ihrer Weisheit am Ende seien.

GGE-Vorsitzender Sturz geht als Missionar nach Uganda

Auf dem Treffen wurde der bisherige GGE-Vorsitzende, Hans-Dieter Sturz (Augustfehn bei Oldenburg), verabschiedet. Der seit über 17 Jahren in der Baptistengemeinde Augustfehn tätige Theologe und Ingenieur hatte das Ehrenamt seit 2010 inne. Wie Sturz idea sagte, wird er im Mai die Leitung einer Missionsstation des charismatisch geprägten Missionswerks „Vision für Afrika“ in Uganda übernehmen. Er hatte im Sommer 2011 während eines Urlaubs die Arbeit vor Ort kennengelernt. Damals habe er deutlich gespürt, dass Gott einen Auftrag für ihn und seine Frau Inge in Uganda habe. Die GGE tritt für eine geistliche Erneuerung ein, die aus fünf Quellen gespeist wird: durch das Wort Gottes, den Geist Gottes, geheiligte Nachfolge, Evangelisationen sowie durch erneuerte Führungskräfte. Die Arbeit der GGE wird von etwa 1.000 Freunden unterstützt.

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