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28.06.2011

Gottesdienste bewerten: Wie sag ich’s meinem Pastor?

Der Leiter des EKD-Zentrums für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Folkert Fendler. Foto: PR

Hannover (idea) – Wie können Gottesdienstbesucher ihr Lob oder ihre Kritik an Gestaltung und Predigt zum Ausdruck bringen? Um diese Frage geht es in einer Broschüre, die das EKD-Zentrum für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst (Hildesheim) veröffentlicht hat.

Sie trägt den Titel „Feedback – Hilfreich Rückmeldung geben zum Gottesdienst“. Darin sind auf 22 Seiten Tipps zusammengestellt, wie die Gesprächskultur in der Gemeinde gefördert werden kann, teilte die EKD-Pressestelle am 28. Juni in Hannover mit. Es habe lange Zeit eine Art „Schweigegebot“ über die geistliche Qualität kirchlicher Angebote gegeben, erklärte der Leiter des EKD-Zentrums für Qualitätsentwicklung im Gottesdienst, Folkert Fendler. Zwar werde in den Gemeinden viel über den Gottesdienst gesprochen. Aber diejenigen, die ihn gestalteten, erführen darüber meist am wenigsten. Fendler zufolge sind Rückmeldungen jedoch unerlässlich, um die Qualität des Gottesdienstes zu fördern. Es gelte das Gleiche wie im Fußball: „Nach dem Gottesdienst ist vor dem Gottesdienst – nur eine sorgfältige Spielanalyse verhindert, dass Fehler wiederholt oder Chancen nicht genutzt werden.“

Anonyme Gottesdienst-Tester

Die Broschüre stellt eine Reihe von Möglichkeiten vor, wie die Rückmeldung in Gemeinden erfolgen kann: Das Spektrum reicht von „Feedbackbögen“ über das Gottesdienstnachgespräch bis hin zum neuartigen Konzept des „Mystery Worshipper“: Dabei besuchen anonyme „Tester“ unangekündigt den Gottesdienst und berichten anschließend über ihre Erfahrungen. Die Publikation enthält auch eine Anleitung, wie sich Pfarrer gegenseitig in Gottesdiensten besuchen und dann Rückmeldung geben. Nach Angaben der EKD-Pressestelle sind in einigen Landeskirchen bereits speziell ausgebildete Pfarrer im Einsatz, die als Berater und „Coaches“ mit ihren Kollegen an der Qualität der Gottesdienste arbeiten oder Gemeinden dabei unterstützen, neue Gottesdienstformen zu entwickeln.  

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