Nach Amoklauf in einer US-Militärbasis: Baptisten rufen zum Gebet

Der 39-jährige Nidal Malik Hasan hatte unvermittelt auf Patienten geschossen und dabei 13 Personen getötet, darunter zwölf Soldaten. Screenshot: Fox News
Houston (idea) – Die US-amerikanischen Streitkräfte haben den Militärgeistlichen im Stützpunkt Fort Hood (Houston/Texas) für ihre Seelsorgedienste nach dem Amoklauf eines Militärpsychiaters gedankt.
Am 5. November hatte der 39-jährige Nidal Malik Hasan – ein muslimischer US-Bürger jordanischer Abstammung – unvermittelt auf seine Patienten geschossen und dabei 13 Personen getötet, darunter zwölf Soldaten. Rund 30 weitere Menschen wurden verletzt. Eine Polizistin streckte Hasan, der nach Angaben von Augenzeugen während des Amoklaufs „Allahu Akbar - Gott ist groß" gerufen haben soll, mit vier Schüssen nieder. Der Attentäter wurde in eine Klinik eingeliefert. Fort Hood ist mit etwa 50.000 Soldaten der größte Armee-Standort in den USA. Nach Ansicht der Militärführung wird geistlicher Beistand immer wichtiger. Medienangaben zufolge haben sich in diesem Jahr bereits 117 amerikanische Soldaten das Leben genommen, zehn davon in Fort Hood. Etwa jeder dritte Soldat, der im Kampfeinsatz war, leide unter Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Die mit mehr als 16 Millionen Mitgliedern größte protestantische Kirche in den USA, die Südlichen Baptisten, haben ihre Mitglieder aufgerufen, für die Opfer des Amoklaufs und den Dienst der etwa 1.300 baptistischen Militärgeistlichen zu beten. In dem vom Stützpunkt fünf Kilometer entfernten Ort Killen versammelten sich am Abend des 5. November etwa 60 Überlebende zum Gebet. Dabei suchten sie Antworten auf die Frage, wie es zu dem Verbrechen kommen konnte und ob einer von ihnen das nächste Mal unter den Opfern sein werde.
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