Werben  |  Bestellen  |  Login  |  Kontakt  |  Impressum
18.01.2012

Evangelikale Frauen besteigen Kilimandscharo

Zeichen gegen Ausbeutung – Von 48 Teilnehmerinnen erreichten 28 den Gipfel des Kilimanscharo. Foto: The Freedom Climb – A Ministry of OM

Daressalam (idea) – Mit einer ungewöhnlichen Aktion haben Evangelikale ein Zeichen gegen Ausbeutung und Versklavung von Frauen gesetzt: Sie bestiegen den höchsten Berg Afrikas, den 5.895 Meter hohen Kilimandscharo in Tansania.

An der vom Missionswerk Operation Mobilisation (OM) organisierten Aktion „The Freedom Climb“ (Die Freiheits-Besteigung) beteiligten sich 48 Frauen aus aller Welt im Alter von 18 bis 73 Jahren. Wegen der Kälte und anderen Problemen mussten zwei Teilnehmerinnen umkehren, zwei weitere hatten mit Kopfschmerzen und Übelkeit zu kämpfen. Nach fünf strapaziösen Tagen erreichten 44 Frauen am 15. Januar das 5.681 Meter hoch gelegene Lager „Gillmans Point“. Dort entschieden sich mehrere Frauen gegen einen letzten Aufstieg. Doch 28 der Frauen erklommen am 16. Januar den Uhuru Peak („Uhuru“ ist Swahili und bedeutet Freiheit), den höchsten Gipfel des Kilimandscharos. Anschließend seien die Frauen glücklich gewesen, weil sie schwierige Bedingungen überstanden und symbolisch für die Freiheit von Millionen von Frauen und Kindern in der Welt gekämpft hatten, die in Sklaverei und Unterdrückung leben, berichtete der Pressereferent des deutschen OM-Zweigs, Tobias Kübler (Mosbach bei Heidelberg). Die Besteigung spiegele den „langen, steinigen, steilen und schwierigen Weg“ jener Frauen wider, die aus der Sexindustrie fliehen und sich eine eigene Existenz aufbauen wollten. Das Missionswerk hofft, dass das weltweite Interesse an dieser Aktion Christen ermutige, für die Opfer des Menschenhandels zu beten und für Hilfsprojekte Geld zu spenden.

27 Millionen Menschen leiden unter Sklaverei

In Indien, Kambodscha, Ghana, Sambia, Nepal und auf dem Balkan hilft OM 10.000 Frauen und Kindern, durch Bildung, Finanzierung von Kleinstunternehmen und das Erlernen von neuen Fähigkeiten der Armut und Sklaverei zu entkommen. Menschenrechtsexperten schätzen, dass 27 Millionen Menschen unter Sklaverei leiden, vorwiegend Frauen und Kinder. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden allein in Europa jährlich etwa 500.000 Mädchen und Frauen zur Prostitution gezwungen. Der weltweite jährliche Umsatz durch Menschenhandel wird auf 24 Milliarden Euro geschätzt. Für OM sind 6.100 Mitarbeiter in über 110 Ländern im Einsatz. In Deutschland gehört das Werk zur Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen.

Wenn Sie diesen Beitrag im Forum kommentieren möchten, dann schicken Sie eine E-Mail mit der Überschrift an: bernhard.limberg@idea.de.

 
© 2012 idea e.V. - Evangelische Nachrichtenagentur